Europa an der Donau mit ukrainischem Bortsch und kroatischem Wein

Zu einem gemeinsamen Europa-Abend unter dem Motto „Europa an der Donau – vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer“ hatten die CDU Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer und Andreas Raab, der Landesvorsitzende der Paneuropa Union Baden- Württemberg am Mittwoch 07. Juni ins Haus der Donau eingeladen.

Mehr als 70 Besucher, unter ihnen Oberbürgermeister Gunter Czisch und die Ulmer Gemeinderätin Barbara Münch, erwartete ein von zwei jungen ukrainischen Musikerinnen umrahmtes Programm, das besonders die Donau-Partnerländer Kroatien und die Ukraine vorstellte.

Ronja Kemmer, die auch dem Europa-Ausschuss des deutschen Bundestages angehört, stellte in ihrer Rede die gemeinsamen Werte, die uns mit dem jüngsten EU-Land Kroatien und der seit drei Jahren mit der EU assoziierten Ukraine verbinden, in den Mittelpunkt. Dazu gehören besonders Völkerverständigung und das Friedensprojekt Europa inmitten einer unruhig gewordenen Welt. Die Menschen an der Donau, die jahrhundertelang miteinander verbunden waren, haben ein gemeinsames Lebensgefühl und bilden einen Wirtschaftsraum, der sich seit dem Fall des Eisernen Vorhangs wieder entfalten kann.

Andreas Raab sah in der jüngeren Geschichte Kroatiens bis zum EU –Eintritt ein Beispiel der Ermutigung, aber auch des Realismus für die Ukraine. Kroatien konnte nach Jahren kriegerischer Auseinandersetzung eine friedliche Wieder-Eingliederung seines Territoriums an der Donau erreichen. Vor dem Beitritt stand aber ein acht Jahre umfassender, langwieriger Reformprozess von der Verwaltung bis zur Justiz, der das Land EU-kompatibel machte.

Der Gesandte der Ukraine in Deutschland, Botschaftsrat Rostislav Ogryzko, der auf Einladung von Ronja Kemmer zwei Tage den Wahlkreis besuchte, konnte von Zeichen der positiven Entwicklung besonders in der westlichen Ukraine, die früher zur Donaumonarchie gehörte, berichten. Dort entwickelt sich die Wirtschaft und es wurden allein durch deutsche Investitionen mehr als 50.000 Arbeitsplätze geschaffen. Wichtig für alle Ukrainer ist die ab Mitte Juni gültige Visa-Freiheit für Reisen in die Europäische Union. Sie bedeutet, dass man sich nun mit den EU Bürgern auf Augenhöhe begegnen könne.

Im gemütlichen Teil des Abends boten die ukrainische unierte Kirchengemeinde Neu-Ulm Landes-Spezialitäten und die Ulmer Kroaten Weine aus ihrer Donauregion an. Dies bot die Gelegenheit zur persönlichen Begegnung und dem Gespräch mit den Referenten.

Text: Andreas Raab, Landesvorsitzender der Paneuropa Union Baden-Württemberg